Manifest zur Verteidigung der unabhängigen Hotelbetreiber

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Unabhängige Hotelbetreiber, Sie leiden unter dem Missbrauch der dominierenden Stellung und den unlauteren Klauseln der großen Online-Buchungsportale.
Bald müssen Sie mit Ihren Vertreibern Booking.com, Expedia und all den anderen Verträge gemäß dem „Macron-Gesetz“ abschließen.
Während die großen Hotelgruppen schon verhandelt haben, stehen die unabhängigen Hotelbetreiber bei der Verhandlung mit den multinationalen Unternehmen allein und machtlos da.

Der 2013 gegründete Verband R.E.D (Réservation En Direct), den Sie insbesondere unter dem Namen seiner Buchungsplattform FairBooking kennen, ruft diese konstruktive Bewegung gegen die unlauteren Klauseln der Verträge der OTA (Online Travel Agencies) wie Booking, Expedia und die anderen ins Leben.
Diese konstruktive Bewegung „lesvachesalaitdesotas.org“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die Charta des Online-Hotelvertriebs bekannt zu machen. Diese Charta ist der einzige Text, der darauf hinzielt, die Leitlinien von gerechten und angemessenen Geschäftsbeziehungen zwischen den Hotelbetreibern und den Vertriebsmittlern über das Internet und mobile Anwendungen in einem fairen und ausgewogenen Rahmen zu definieren.
Diese Charta ist vom Verband GNI, der in Frankreich die unabhängigen Betriebe der Hotellerie-Gastronomie vertritt, verfasst worden. Dabei wurden die von der HOTREC (Dachverband der Hotellerie-Gastronomie auf europäischer Ebene) im Jahr 2012 formulierten 19 Empfehlungen für eine gute Praxis zur Grundlage genommen.
Sie ermöglicht zum einen die Problemstellungen jeder einzelnen von den Vertreibern vorgeschriebenen Klauseln und Bedingungen besser zu verstehen und zum anderen ein klares Bild von der Gesamtheit der Methoden der großen Akteure des Onlinevertriebs zu zeichnen.
Wenn die Charta auch bestimmte Praktiken nicht verbieten kann, so gibt sie doch einen Überblick über das, was für das Hotel negativ und inakzeptabel ist, was verhandelbar, aber hauptsächlich für den Vertreiber interessant ist, sowie was im gemeinsamen Interesse des Kunden, des Hotels und des Vertreibers verhandelbar ist.

Diese Charta verteidigt die Interessen der Hotelbetreiber, aber sie tritt auch für die Transparenz der Informationen und der Preise für die Nutzer dieser Plattformen ein.


Die Charta gründet auf folgenden Leitsätzen:

  1. Welche Punkte führen zu einem Ungleichgewicht der Beziehungen zwischen den Hotels und den Vertreibern?

A1. Keine nicht genehmigte Nutzung der Hotelmarken zu Zwecken des Onlinemarketings
A2. Keine Anzeige auf den Portalen von Partnern, die nicht vom Hotel genehmigt wurde
A3. Keine vorgeschriebene Parität oder Gleichheit der Preise
A4. Keine vorgeschriebene Parität oder Gleichheit der Bedingungen
A5. Kein vorgeschriebener Zugang zur Gesamtheit der Angebote des Hotels
A6. Klarheit der Preise und Informationen in den Suchmaschinen
A7. Kein Versteigerungsmodell ohne klare Informationen für den Kunden
A8. Klarheit und Transparenz der Suchen über Suchbegriffe in den Suchmaschinen
A9. Von echten Kunden stammende Daten, die vom Vertreiber geliefert und kontrolliert werden
A10. Keine Provision auf Steuern und nicht gebuchte Leistungen
A11. Adäquate Reaktionszeit für die Aktualisierung der Buchungen
A12. Löschung der Inhalte des Hotels im Falle der Aussetzung oder Kündigung des Vertrags

  1. In welchen weiteren Punkten verlangt der GNI Veränderungen?

B1. Die Terminologie und die Klassifizierungen müssen der Gesetzgebung entsprechen
B2. Die Bewertungen und die Kommentare der Gäste müssen dem Hotel Echtheit, Glaubwürdigkeit, Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der Inhalte garantieren.


 Wir, die Unterzeichner dieses Manifests, erklären, dass wir den Verband R.E.D bei der Zielsetzung unterstützen, diese Charta bekanntzumachen, damit sie von einer größtmöglichen Zahl an betroffenen Akteuren unterschrieben wird: Hotelbetreiber, dazu bereite Hotelketten, Hotelclubs, Gewerkschaften, Institutionen, Verbraucher etc.

Zählen wir auf uns!

Gemeinsam haben wir die Fähigkeit, die Interessen jedes Einzelnen zu verteidigen

Schließen Sie sich uns an auf

lesvachesalaitdesotas.org

Weil ein unabhängiger Hotelbetreiber weder die juristische Kompetenz noch das Vermögen hat, in einer Verhandlung mit jedem der Vertriebsakteure Einfluss auszuüben, wie es ihm das Gesetz zur Förderung von Aktivität, Wachstum und wirtschaftlicher Chancengleichheit, das sog. „Macron-Gesetz“, vorschreibt, ist es unabdingbar, gemeinsam zu handeln.

Wäre es nicht schade, wenn man dieses Gesetz nicht nutzen würde, um das Kräfteverhältnis zwischen den Hotelbetreibern und den OTA umzukehren?

Pascal DROUX
Unabhängiger Hotelbesitzer
Präsident von RED FairBooking

Signature pascal